ISAT – Zusammenspiel von Mikroakustik, integrierter Optik und Mikrofluidik

Das Institut für Sensor- und Aktortechnik ist ein anwendungsorientiertes Forschungzentrum der Hochschule Coburg und versteht sich als Impulsgeber für technologische Innovationen in Unternehmen.

Akustik

Seit seiner Gründung betreibt das Institut für Sensor- und Aktortechnik Forschung auf dem Gebiet der akustischen Sensorik und Aktorik. Schwerpunkt ist die Entwicklung von Sensor-und Aktorlösungen auf Basis sogenannter geführter akustischer Wellen, einer Sonderform des Ultraschalls.  Über die im ISAT entwickelnden akustischen Verfahren lassen sich nicht-invasive zerstörungsfreie Sensorlösungen realisieren, die in bestehende Prozesse oder Produkte integriert werden können und in Echtzeit Messdaten liefern, die zur Verbesserung des Prozesses oder der Produktqualität beitragen können.

Optik

Das ISAT ist im Bereich Entwurf und Simulation optischer Komponenten und Systeme, insbesondere Mikrooptik, integrierte Optik und Faseroptik tätig. Über die im Reinraum verfügbare fotolithografische Prozesskette können passive mikrooptische Bauelemente wie Wellenleiter oder Beugungsgitter direkt in Polymeren hergestellt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit optische Komponenten durch Ionenaustausch in Glas zu erzeugen. Solche Komponenten sind mechanisch und thermisch stabil und wegen der Indexgradienten besonders vorteilhaft für Messaufgaben, bei denen die Polarisationseigenschaften des transportierten Lichts von Belang sind.

Fluidik

Das ISAT verfügt über Kompetenzen zur Entwicklung mikrofluidischer Komponenten zum Dosieren, Mischen und Messen von Flüssigkeiten auf kleinstem Raum. Diese Lab-on-a-Chip-Einheiten können für die kontinuierliche und automatisierte Messung z.B. von mikrobiologischen Verunreinigungen in Wasser oder im Rahmen der medizinischen Diagnostik als patientennahe Diagnoseverfahren eingesetzt werden. Durch Kombination der Mikrofluidik mit innovativen Probenaufbereitungs- und Detektionsmethoden auf Basis geführter akustischer Wellen und Mikrooptik lassen sich robuste, sensitive und anwendungsfreundliche miniaturisierte Analyseeinheiten entwickeln.